



Kreativität ist für Anne als Malerin, nicht nur ein Prozess des Erfindens, sondern auch primär einer des Übersetzens – unsichtbarer Bewegung und innerer Wahrnehmung in Farbe und Form. Mit ihren Bildern stellt sie eine Verbindung her zu einem Bereich des Nichtsichtbaren, das sich nicht mitteilen, wohl aber im Prozess des Gestalten und Betrachtens, teilen lässt.
– Heike Smets-Rödiger
VITA – PROJEKTE
Anne Kempmann ist seit ihrer Kindheit schöpferisch-kreativ tätig. Sie verbindet Techniken von Bildhauerei und Malerei, arbeitet mit expressiven Farben, Pigmenten, Ölen und Naturmaterialien wie Eierschalen, Muscheln, Erde, Ton. Auf Aquarellkartonagen oder Leinwand geschichtetete Papiere lassen Collagen und Palimpseste übereinander gelagerter körperlicher Materialitäten entstehen, in denen Wort und Schrift eine wesentliche Rolle spielen. Angeregt durch das philosophische Werk Joseph Beuys und seinen Begriff der sozialen Plastik sucht sie den Dialog mit dem Anderen. Ihre experimentelle Malerei formt auf diese Weise eine Brücke zu Anne Kempmanns jahrzehntelanger therapeutischer Tätigkeit in ihrer Praxis als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Chirophonetik: "Das intensive Plastizieren mit Ton/Erde schult meine Hände für die Herausforderungen meiner therapeutischen Tätigkeiten", so Anne Kempmann. In der Chirophonetik, einer anthroposophischen Körpertherapie durch Tönen und Streichen von Lauten, behandelt sie ihre Patient*innen mit den Händen und Lauten ‚sehend-berührend‘. "Sehen ist Berühren", dieses Zitat des Philosophen Maurice Merleau-Ponty fasst Anne Kempmanns Schaffen sehr treffend zusammen.
Nach dem Studium der Sozialpädagogik und Malstudien bei Prof. Thomas Egelkamp in Bonn und an der Alanus-Kunst-Akademie sowie dem Studium der Lasurtechniken bei Prof. Jo Bukowski war sie als Dozentin für Bildende Künste, Keramik und Pädagogik u.a. für die Volkshochschulen in Aachen und im Altkreis Aachen sowie der Stadt Düren tätig. Ein Stipendium des Deutschen Volkshochschulverbands und der Fachstelle für Internationale Zusammenarbeit führten sie in Zusammenarbeit mit der Universität Accra nach Ghana, wo mit dem traditionellen Töpferhandwerk auch dessen sozialen und kulturellen Kontexte kennen lernte.
PROJEKTE
Durchführung und Organisationsleitung des Kunstprojektes »SPHÄREN.KLÄNGE«
Stefan Robens und Anne Kempmann im Dialog
Aachen 08/2020
Kunstausstellung »DIE SEELE DENKT NIE OHNE EIN INNERES BILD«
Aachen 03/2020
*Die Ausstellung musste wegen der Corona -Pandemie abgesagt werden.
IMPRESSIONEN. FLUCHT.WEGE ... GEHEN ... GING ... GEGANGEN ... SEIN
Samos, Griechenland 2015–2016
IDEA–Mode und Kunst
Präsentation von Unikaten
Aachen 2008 – 2014
Galerie UNIKAT kunst & handwerk
Düren-Rölsdorf 2011 – 2012
KULTUR auf SCHLOSS BURGAU
Kulturamt der Stadt Düren und Lions Club Düren
Düren 2011 – 2012
Kunstausstellung im Sozialen Raum
Firma 3 M
Neuss 2008
St. Anna Kapelle Düren
Düren 2009
Kunstausstellung TRYPTICHON
Sparkasse Dinslaken-Wesel-Voerde
2006
»MITTEN IM LEBEN« – Kunst im Hospiz
St. Augustinus-Hospiz
Düren-Lendersdorf 2005 / 2006
ZOOPARK Düsseldorf
2006
DÜRENER TOR
Nideggen 2005
Kunstausstellung im Hof – Zum Mohren
Aachen 1998 / 1999
EXPERIMENT BUCH
Kunst-Objekte, Stadtbibliothek Düren, Papier-Biennale
Düren 1998
FREIE MALEREI
Alanus-Akademie Alfter/Bonn 1996 - 1999
EXPERIMENTELLE MALEREI – Prof. Thomas Egelkamp, Bonn 1995 / 1996
LASURTECHNIKEN – Prof. Jo Bukowski. Erftstadt 1994
Künstlerinnen-Gemeinschaftsausstellung »Männerwelt«
KERAMISCHE PLASTIK »Weiblicher Akt«
Gleichstellungsstelle Düren
Leopold-Hoesch-Museum 1990
Stipendium vom Deutschen Volkshochschulverband
Fachstelle für Internationale Zusammenarbeit
in Zusammenarbeit mit der Universität Accra
Erwachsenenbildung und Töpferhandwerk der Frauen in West-Afrika
Ghana 1987
Diplom Sozialpädagogin/ Dozentin in der Erwachsenenbildung
der Volkshochschulen der Städte Aachen, Düren, Kreis Düren, Kreis Aachen
Fachbereiche: Kunst und Pädagogik, Keramische Plastik, Afrikanische Keramik
1980 – 1995